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Häufig gestellte Fragen rund um Stomata

Beides ist möglich und weder das eine noch das andere ist ein schwerwiegendes Problem. Es ist normal, dass das Stoma je nach den peristaltischen Bewegungen des Darms ein wenig nach innen oder aussen gezogen ist. Ein zu stark nach innen gezogenes Stoma nennt man «invaginiert». Als direkte Konsequenz sollte die Versorgung angepasst werden, um das Risiko von Undichtigkeiten und damit verbundenen Hautreizungen zu vermeiden. Ein zu stark nach aussen gestülptes Stoma gilt als Komplikation, die zu einem Prolaps fortschreiten kann. Dann kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich werden, um den Darm neu zu fixieren. Zuvor allerdings muss unbedingt Ihre Versorgung angepasst werden. 
In beiden Fällen ist es am besten, wenn Sie sich mit einer Stomatherapeutin (ET) in Verbindung setzen.

Ja. Dann kann es zu einer Kolik und zu einer Blockade der Stuhl- und Gasausscheidung kommen. Verstopfung kann sich als Folge von Nahrungsmittel-Resten entwickeln. Das Einträufeln von warmer Salzlösung kann bei diesem Problem Abhilfe schaffen. Wenn Verstopfung allerdings die Folge einer Stenose (Verengung) ist, verändert sich das Stoma und wird blass und ödematös. In diesem Fall sollten Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder an Ihre Stomatherapeutin (ET) wenden.

Ja! Die Veränderung der Form ist eine normale Entwicklung. Es ist tatsächlich so, dass Ihr Stoma zunächst geschwollen aussieht und einige Tage nach der Operation grösser werden kann. Sie können einmal pro Woche Ihr Stoma messen (auf der Höhe der Haut, dort wo der Darm austritt), normalerweise wird das Stoma mit der Zeit kleiner. 
Eine Veränderung der Form und Grösse könnte bedeuten, dass Sie eine andere Versorgung benutzen müssen. Ihre Stomatherapeutin (ET) wird die Grösse kontrollieren und kann bei Bedarf die Versorgung anpassen.

Probleme mit Undichtigkeiten sind sehr unangenehm. Dahinter können zahlreiche Ursachen stecken. Sie sollten sich daher rasch mit Ihrer Stomatherapeutin (ET) in Verbindung setzen, um der tatsächlichen Ursache auf den Grund zu gehen und unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Je nach Ihrem Stomatyp und der Art Ihres Stuhls sind die Folgen einer Undichtigkeit unterschiedlich. Wenn die Ursache einer Leckage bekannt ist, können Sie und Ihre Stomatherapeutin (ET) leichter eine Lösung für das Problem finden.

Im Verlauf einer Chemotherapie ist mit Veränderungen zu rechnen. Ihr Stoma kann empfindlicher und stärker ödematös werden. Die kleinste Reibung kann dazu führen, dass es leicht blutet. Auch wenn das nicht besorgniserregend ist, sollten Sie beim Pflegen ihres Stomas noch vorsichtiger und sanfter sein. Auch die Ausscheidungen können flüssiger und damit aggressiver für die peristomale Haut werden. Achten Sie darauf, Ihren Hautschutz passgenau zuzuschneiden. Manchmal kann es notwendig sein, eine Hautschutz-Paste oder einen Hautschutz-Ring für extra Schutz zu verwenden, damit (flüssige) Ausscheidungen nicht unter den Hautschutz gelangen. Sind die Ausscheidungen sehr flüssig, ist es auch ratsam, Ausstreifbeutel während der Therapie zu verwenden, um ein zu häufiges Wechseln zu vermeiden. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Ernährung entsprechend anpassen.

Liegt Ihre Stoma-Anlage gut und ist somit die Versorgung einfach auszuführen, wird die Gefahr von Hautreizungen gemindert. Denken Sie daran, dass der haftende Anteil des Beutels ebenfalls als Hautschutz dient, das heisst, dass er sowohl für die Haftung auf der Haut, als auch für deren Schutz zuständig ist.

Es gibt weitere Möglichkeiten, um die Gefahr von Hautreizungen auf ein Minimum zu reduzieren:

  • Verwenden Sie handwarmes Leitungswasser zur Reinigung der Haut.

  • Vermeiden Sie parfümierte Produkte.

  • Wenn Sie juckende, wässrige Ausscheidungen haben, füllen Sie den Spalt unbedeckter Haut mit einer Schutzpaste.

  • Sie können auch Hautschutzringe verwenden, diese machen die Versorgung komfortabler und sorgen gleichzeitig für den Schutz der Haut.

Die heutigen Beutel sind vollständig geruchssicher. Sie werden am Anfang das Gefühl haben, dass Sie das Stoma riechen können, aber keine Sorge, das vergeht mit der Zeit, sobald Sie sich an Ihr Stoma gewöhnt haben. Wenn vom Beutel ein Geruch ausgeht, sollten Sie ihn wechseln und mit Ihrer Stomatherapeutin (ET) sprechen. Für noch mehr Sicherheit können Sie auch B. Braun DeOdour benutzen.

Dieses Problem haben viele Menschen mit einem Stoma, aber keine Sorge, Kolostomie- und Ileostomiebeutel sind mit einem speziellen Filtersystem ausgestattet. Darüber werden Gase automatisch und geruchsneutral abgeleitet. Das Filtersystem ist 12 Stunden oder länger wirksam. Es kann allerdings passieren, dass dieser Filter gesättigt ist oder feucht wurde. Dann bläht sich der Beutel durch die Gase auf. Machen Sie niemals ein Loch in den Beutel, da dann die Gerüche entweichen können. Denken Sie daran, dass Sie unbedingt den Filter abdecken müssen, wenn er nass werden könnte (beim Baden, Wassersport, Tauchen), indem Sie ein Klebeetikett auf den Filter kleben. Diese Etiketten finden Sie in jeder Schachtel mit den Beuteln. Vergessen Sie nicht das Etikett wieder abzuziehen, nachdem Sie im Wasser waren, damit der Filter seine Funktion wieder aufnehmen kann.
Halten Sie sich an folgende einfache Richtlinien, um die täglich gebildete Gasmenge für ein gesteigertes Wohlbefinden zu reduzieren:

  • Essen Sie zu regelmässigen Zeiten.

  • Nehmen Sie mässige Portionen zu sich.

  • Essen Sie langsam und kauen Sie gründlich.

  • Achten Sie auf die Gesundheit Ihrer Zähne.

  • Bevorzugen Sie bestimmte Lebensmittel wie Vollkornbrot, Frühstückflocken mit einem hohen Ballaststoffanteil, Bananen und geschältes Gemüse.

  • Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit jeden Tag (zum Beispiel Wasser oder Tee).

  • Schränken Sie den Genuss bestimmter Lebensmittel wie z.B. Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Eier, Hülsenfrüchte etc. ein. Fragen Sie Ihre Stomatherapeutin (ET) nach Produkten, die zu weniger Gasbildung beitragen.

Tipp
Meistens hören sich die von den Gasen verursachten Geräusche wie Magengrummeln an. Wenn Ihnen die Geräusche peinlich sind, insbesondere wenn Sie sich in der Öffentlichkeit aufhalten, können Sie einfach sagen: «Tut mir Leid, mein Magen grummelt». Sie können auch die Arme vor Ihrem Magen verschränken, so dass Ihr Unterarm auf dem Stoma liegt. Damit werden die meisten Geräusche gedämpft.

Hinweis
Für linksseitige Kolostomieträger gibt es verschiedene Lösungen, um bei Gasgeräuschen Abhilfe zu schaffen. Sie können eine Stomakappe verwenden und mit einer Stoma-Irrigation kombinieren oder einen Klecks Vaseline in die Stomaöffnung geben.