Mit Sicherheitsschuhen mitten ins Projektmanagement

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Mit Sicherheitsschuhen mitten ins Projektmanagement

Silvan Helfenstein startete bei B. Braun Sempach mit einer Lehre als Logistikassistent in die Berufswelt. Heute meistert er den Spagat zwischen B. Braun Schweiz in Sempach und dem Konzernhauptsitz Melsungen (DE): Für ihn eine spannende Herausforderung und aktiv gelebtes Sharing Expertise.

Silvan Helfenstein bespricht Prozesse mit einem Mitarbeitenden.

Eine Mischung aus Anpacken und Büroarbeiten sowie zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten überzeugten Silvan Helfenstein, 2005 seine Lehre als Logistikassistent im CoE (Center of Excellence) in Sempach anzutreten. Da Silvan damals viel Zeit in sein Hobby, die Leichtathletik, investierte, absolvierte er die Lehre zu Beginn in einem 80 % Pensum. Nach dem Lehrabschluss nahm er die berufsbegleitende technische Berufsmatura in Angriff und arbeitete nebenher bei B. Braun weiter.

Mit der Matura in der Tasche startete Silvan im Herbst 2012 an der ZHAW in Winterthur sein Studium in Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung in Industrial Engineering. Der Fokus im Studium lag auf Operations Management, also auf der Gestaltung, Planung und Optimierung der Prozesse entlang der Wertschöpfungskette.

„Ich staune immer wieder, wie vielfältig mein Job ist. Kein Tag ist wie der andere.“

– Silvan Helfenstein

Silvan Helfenstein analysiert den Plan des Warenverteilzentrums in Melsungen (DE).

Die Vielfältigkeit des Studiums liess die Abgänger in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig werden. Silvan zog es zurück in die Medizinalbranche. So konnte er seinen Zivildienst in der Pharmazie eines Zentralschweizer Spitals absolvieren und dort auch während seines nächsten Studiums (Master in Engineering mit Vertiefung in Business-Engineering) in einem Teilzeitpensum weitere Erfahrungen sammeln. Für Silvan war es besonders spannend, die Tätigkeit aus der Sicht des Kunden wahrzunehmen.

Im Gespräch mit einem ehemaligen B. Braun Kollegen, der über Silvans Passion für Daten und Mathematik Bescheid wusste, fand sich dann auch das Thema für Silvans Masterarbeit. Im Warenverteilzentrum des Konzernhauptsitzes in Melsungen untersuchte Silvan die Ablaufplanung, genauer gesagt wann welcher Auftrag mit welcher Ressource durchgeführt werden soll.

Aus seiner Zeit in Melsungen hat Silvan vor allem etwas mitgenommen: ein grosses Netzwerk. B. Braun setzte auf das Netzwerk des 29-jährigen und hat ihm deshalb eine Tätigkeit angeboten, in der er 50 % für B. Braun Sempach und 50 % für die Logistik am Konzernhauptsitz Melsungen arbeitet. Das aktive Sharing Expertise, über die Landesgrenzen hinaus, findet Silvan jetzt in seiner täglichen Arbeit.

„Das Wohl der Patienten steht immer an erster Stelle – das berücksichtige ich in meiner Arbeit.“

– Silvan Helfenstein

Silvan Helfenstein im Gespräch mit Fredy Wespi vom Logistikdienstleister Galliker.

In der Schweiz arbeitet Silvan an mehreren Projekten entlang der Wertschöpfungskette. Beispielsweise werden bestehende Prozesse mit dem Logistikdienstleister Galliker optimiert und neue Funktionen eingeführt. Ein weiteres Projekt befasst sich mit der Einführung eines neuen SAP-Moduls in der Schweiz. Das Modul soll die Zollprozesse, die heute grösstenteils mittels Excel abgewickelt werden, ablösen. In Deutschland beschäftigt sich Silvan mit der Fortsetzung seiner Masterthesis und versucht, eine neue Auftragssteuerung für das Warenverteilzentrum zu implementieren. Dabei kommen ihm auch die vielen Statistikstunden im Studium und das damit verbundene Wissen in Data Science und Operations Management zu gute. Mit diesen Kenntnissen kann er Prozesse datengestützt optimieren.

„Mein Job bietet mir die Möglichkeit, mit vielen verschiedenen Menschen zusammen zu arbeiten – von Lagermitarbeitenden bis hin zum Kunden.“

– Silvan Helfenstein

Ein bisschen Spass muss sein – Silvan Helfenstein setzt sich ab und zu gerne wieder auf einen Stapler.

Für Silvan ist eines klar: Seine Lehre als Logistikassistent legte ein wertvolles Fundament, auf dem er noch heute aufbaut. Die Basisarbeit fehlt ihm zum Teil in seiner jetzigen Tätigkeit. So würde er manchmal gerne wieder einmal die Sicherheitsschuhe anziehen und mit dem Stapler fahren.

Auf die Frage wie Silvan sich seine berufliche Zukunft vorstellt, antwortet er verschmitzt lächelnd: „In näherer Zukunft will ich weiterhin meine Projekte erfolgreich umsetzen und Erfahrungen, auch über die Landesgrenzen hinaus, sammeln. Und dann, on verra…“