Chronische Wunden Patienten-Informationen

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Die Versorgung von chronischen Wunden

Am häufigsten entstehen chronische Wunden durch eine Erkrankung der Venen an den Beinen oder durch Störungen der Blutversorgung bei Diabetes (diabetischer Fuss). Eine weitere Ursache für chronische Wunden sind Druckgeschwüre (Dekubitus) bei immobilen Patienten.

Die wichtigste Therapiemassnahme bei chronischen Wunden ist, neben der lokalen Wundversorgung, die Behandlung der Ursache, um die Wundheilung zu fördern. Deshalb sollten chronische Wunden immer von einem Arzt oder Wundexperten therapiert werden.

Offenes Bein (Ulcus cruris)

Offenes Bein (Ulcus cruris)

Beim offenen Bein (in der Fachsprache Ulcus cruris) handelt es sich um eine tiefe, meist nässende Wunde im Bereich des Unterschenkels. Die Ursachen sind Durchblutungsstörungen. Die Wunden durchdringen mehrere Hautschichten und können sogar bis auf die Knochen reichen.

Das offene Bein heilt nicht wie viele andere Verletzungen von selbst, sondern muss von einem Arzt oder Wundexperten fachgerecht behandelt werden. Auf keinen Fall sollten Betroffene die Wunde mit Cremes oder Salben selbst versorgen. Das könnte die Heilung verzögern oder sogar schaden.

Die Therapie eines Ulcus cruris ist oft schwierig und langwierig. Ziel der Behandlung ist es, den gestörten Blutrückfluss zu verbessern. Ausserdem muss die Wunde regelmässig gereinigt werden, um einer Infektion vorzubeugen.

Sogenannte hydroaktive Wundauflagen, z. B. Schaumstoff-Wundauflagen wie Askina® Foam oder Alginate / CMC Fasern wie Askina® Sorb, haben sich bei der Therapie des offenen Beins als sehr wirksam erwiesen. Sie trocknen nicht ein und verkleben dadurch nicht mit der offenen Wunde. Sie sind für die Behandlung von grossflächigen oder nässenden Wunden besser geeignet als normale Kompressen und Verbände. Für einen schmerzarmen Verbandswechsel eignen sich Wundverbände mit Silikon-Hafttechnologie
(z. B. Askina® DresSil, Askina® DresSil Border oder Askina® SilNet) besonders gut, da sie sich leicht entfernen lassen, ohne das neu gebildete Gewebe zu schädigen.

Merkmale des Ulcus Cruris

  • Konstantes Spannungsgefühl an der betroffenen Stelle
  • Gestörtes Nagelwachstum, teilweise mit Verfärbungen
  • Braune Hautfärbung
  • Dauerhaftes Nässen der Wunde
  • Gewebeverlust im Bereich des Unterschenkels, der bis in die tiefe Hautschicht reicht
  • Fauliger Geruch durch Besiedlung mit Bakterien

Druckgeschwür (Dekubitus)

Druckgeschwür (Dekubitus)

Ein Druckgeschwür entsteht durch anhaltenden Druck auf eine Hautstelle. Besonders ältere bettlägerige Menschen sind gefährdet. Aufgrund der mangelnden Durchblutung kommt es zu Haut- und Gewebeschäden mit unterschiedlichem Schweregrad. Solche Druckgeschwüre können starke Schmerzen bereiten. Ihre Therapie ist oft langwierig.

Je früher ein Dekubitus erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die völlige Druckentlastung ist die wichtigste Behandlungsmassnahme. Die Versorgung der Wunde sollte unbedingt ein Arzt vornehmen. Er richtet sich dabei nach Art und Schweregrad der Erkrankung.

Ist die Wunde klein und trocken, reicht es unter Umständen, sie mit einem sterilen Verband locker abzudecken. Feuchte Wunden werden zunächst mit steriler Kochsalzlösung oder Wundspüllösung gereinigt (z. B. Prontosan® Wundspüllösung). Zum Verbinden eignen sich sogenannte Schaumstoff-Wundauflagen, wie beispielsweise Askina® Foam. Aber auch (silikonbeschichtete) Schaumstoffverbände, wie z. B. Askina® DresSil oder Askina® DresSil Border können verwendet werden. Das Material ist so konstruiert, dass die Wunde darunter feucht gehalten wird und möglichst optimal heilen kann, ohne dass das Gewebe mit dem Pflaster verklebt.

Ist ein Druckgeschwür bereits weiter fortgeschritten, kann sich abgestorbenes Gewebe in der Wunde befinden, das der Arzt entfernen muss. Anschliessend wird die Wunde in mehreren Schritten (z. B. mit Prontosan®) gesäubert. Bei Verdacht auf eine generalisierte Infektion muss eine systemische Antibiose begonnen werden.

Merkmale des Dekubitus

  • Dauerhafte Hautrötung, teilweise mit Schwellungen (Stadium 1)
  • Hautabschürfungen oder Blasenbildung an der betroffenen Stelle (Stadium 2)
  • Tiefe Wunde mit stark geschädigtem Gewebe (Stadium 3)
  • Schädigung von Muskeln, Knochen und Sehnen (Stadium 4)

Diabetischer Fuß (Diabetisches Fuss-Syndrom)

Diabetischer Fuss (Diabetisches Fuss-Syndrom)

Ein diabetischer Fuss ist eine häufige Begleiterscheinung des Diabetes mellitus. Durch den hohen Blutzucker werden Blutgefässe und Nervenbahnen geschädigt. Somit entstehen Wunden am Fuss, die sich infizieren können.

Ein diabetischer Fuss kann nur erfolgreich behandelt werden, wenn die Ursachen behoben werden. Die Blutzuckerwerte müssen optimal eingestellt werden, um ein Fortschreiten der Gefäss- oder Nervenschädigung zu verhindern. Eine individuell angepasste Therapie kann das Risiko einer Amputation reduzieren. Neben einer andauernden Druckentlastung ist die lokale Wundbehandlung ein Teil der Gesamttherapie des diabetischen Fusses.

Die Wunde muss von einem Arzt oder Wundexperten gereinigt (z. B. mit Prontosan® Wundspüllösung) und antimikrobiell behandelt werden, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Das Wundmilieu sollte feucht gehalten werden, um die Abheilung zu beschleunigen. Dies wird durch hydroaktive Wundauflagen ermöglicht, wie beispielsweise durch Schaumstoffverbände mit oder ohne Silikon ( Askina® Foam, Askina® DresSil oder Askina® DresSil Border). Besonders geeignet für kleinere, diabetische Fussulcera ist Askina® DresSil Border Mini.

Antimikrobielle Wundauflagen (z. B. mit Askina® Calgitrol® Ag oder Askina® Calgitrol® Paste) unterstützen den Heilungsprozess und beugen Infektionen vor.

Merkmale des Diabetischen Fuss-Syndroms

  • Blasse Haut bzw. bläuliche Hautverfärbung
  • Vermindertes Schmerzempfinden aufgrund von Nervenschädigung
  • Trockene, rissige Haut an den Füssen
  • Offenes Geschwür mit entzündetem, teilweise abgestorbenem Gewebe