Health Economics Zunehmende Bedeutung

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Gesundheitsökonomie gewinnt an Bedeutung

Steigende Gesundheitsausgaben in Folge vermehrter chronischer Krankheiten, steigender Lebenserwartung sowie das Angebot an komplexeren Therapien sind Hauptfaktoren für eine zunehmende Bedeutung von gesundheitsökonomischen Frage- und Hilfestellungen.

Gesundheitsökonomie ("Health Economics") ist eine fachübergreifende Wissenschaft, welche sich mit der Produktion, Verteilung und dem Konsum von knappen Gesundheitsgütern in der Gesundheitsversorgung beschäftigt. Der Spannungsbogen zwischen medizinischer Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit wird erweitert durch die Qualität von Gesundheitsversorgung und die gerechte Verwendung von Gesundheitsgütern.

Wir haben Ihnen die wichtigsten Regulatorien zusammengefasst und bieten nützliche Hilfestellung bei der leitungsgerecheten Zuordnung und Vergütung von medizinischen Prozeduren.

Stationärer Spitalaufenthalt

Bei einem stationären Spitalaufenthalt sind die Implantate sowie Arzneimittel von B. Braun Medical AG in den jeweiligen diagnosebezogenen Fallpauschalen inkludiert. SwissDRG ist das Tarifsystem für stationäre akutsomatische Spitalleistungen, welches die Vergütung der stationären Spitalleistungen nach Fallpauschalen seit 2012 schweizweit einheitlich regelt: Dabei wird jeder Spitalaufenthalt an Hand bestimmter Variablen wie z.B. Haupt-/Nebendiagnosen, Behandlungen, Aufenthaltsdauer etc. einer Fallgruppe zugeordnet und pauschal vergütet. B. Braun Medical AG hat implantats- sowie therapiespezifische Kodierleitfäden entwickelt, welche dem Kodierpersonal sowie interessierten Gesundheitsfachpersonen als Orientierung zur Verfügung stehen. 

Kodierleitfäden Swiss DRG

Ambulanter Eingriff

Bei einem ambulanten Eingriff (Arztpraxis, Spitalambulatorium) kommen verschiedene Tarife zur Anwendung:

  • Medizinprodukte (CE) durch Patient selber anwendbar: Sogenannte MiGeL-Produkte werden gemäss Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL) sowie entsprechend hinterlegtem Höchstvergütungsbetrag (HVB) rückerstattet. Die halbjährlich aktualisierte Gesamtliste finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit

  • Medizinprodute (CE) durch Gesundheitsfachperson anwendbar: Implantate oder Verbrauchsmaterialien (inkl. Biozide) mit einem Einkaufspreis, der grösser ist als CHF 3.- pro Einzelstück, können durch den Leistungserbringer gemäss TARMED GI-20 separat in Rechnung gestellt werden. Die entsprechenden Details entnehmen Sie dem FAQ-Dokument der FMH (Verband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte).

  • SL-Arzneimittel: Auf der Spezialitäten-Liste (SL) vorhandene Arzneimittel werden von den Krankenkassen im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommen (im stationären Bereich findet die Spezialitäten-Liste keine Anwendung). Aktuell sind von B. Braun Medical AG die Arzneimittel Glucosalin 2:1, Heparin sowie NaCl auf der Spezialitäten-Liste integriert. In der künstlichen Ernährung werden die Nutriflex-Produkte (registriert als Arzneimittel) über den Schweizerischen Verband für Gemeinschaftsaufgaben der Krankenversicherer (SVK) rückvergütet. 

  • HL-Arzneimittel (Hors-liste): Die im ambulanten Bereich verwendeten Präparate (insbesondere Anästhetika, Narkotika, Hypnotika etc.), welche in engem Zusammenhang mit der ärztlichen Leistung stehen, sind mehrheitlich nicht in der Spezialitäten-Liste aufgeführt und gelten als HL-Arzneimittel. Beim sogenannten Behandlungskomplex erfolgt die Behandlung in ihrer Gesamtheit zu Lasten der Krankenkasse. D.h. Infusions- und Trägerlösungen (z.B. NaCl, Glucose, Ringerlactat) und Volumenersatzmittel / Plasmaexpander sind von der Grundversicherung zu bezahlen, auch wenn diese nicht in der Spezialitäten-Liste gelistet sind. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Empfehlungsschreiben des Bundesamt für Gesundheit

Verbandszugehörigkeit

B. Braun Medical AG ist aktives Mitglied beim Dachverband Schweizer Medizintechnik (FASMED), bei der Vereinigung der Pharmafirmen in der Schweiz (vips) sowie beim Luzerner Forum für Sozialversicherungen und Soziale Sicherheit.